Das KOLLEG 50plus...

  • wurde zum WS 2014/15 gestartet und geht inzwischen in das 9. Semester.
  • richtet sich prinzipiell an Interessierte jeden Alters und besonders an Menschen, die bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden sind.
  • bietet verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten: Ausgewählte Vorlesungsreihen der Bauhaus-Universität Weimar, Sonderveranstaltungen wie Vorträge, Führungen und Bildungsreisen in das In- und Ausland.
  • erhebt prinzipiell einen wissenschaftlichen Anspruch.
  • setzt keine fachspezifischen Abschlüsse der Teilnehmenden voraus.
  • startet jedes Semester mit einer öffentlichen Einführungsveranstaltung. 
  • offeriert semesterweise eine aktuelle Broschüre mit allen geplanten Bildungsmöglichkeiten. 

Wir wünschen Ihnen auch in diesem Semester wieder viel Freude und Gewinn an unseren Veranstaltungen!

Auf einen Blick

​​​​​​​PDF Veranstaltungen Wintersemester 2018/19

PDF Teilnahmebedingungen | Entgelt

PDF Anmeldung KOLLEG 50plus - Gesamtpaket

Dipl. Päd. Ramona Ramlow

Telefon
+49 (0) 3643 / 58 42 39
Fax
+49 (0) 3643 / 58 42 26

ramona.ramlow[at]uni-weimar.de

Vorlesungen

Einführung in die Stadt- und Regionalplanung

Datum: 15.10.2018 - 04.02.2019
Termin: Montag, 9.15 Uhr bis 10.45 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Barbara Schönig | Professur Stadtplanung | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

Die Vorlesung bietet einen ersten strukturierten Überblick über Genese, gesellschaftliche Funktion, aktuelle Herausforderungen und institutionelle Organisation der Stadtplanung. Sie beinhaltet die Darstellung und Diskussion ausgewählter aktueller Themen der Stadtentwicklung und Stadtplanung, und führt so an das thematische Feld sowie das Aufgaben- und Kompetenzspektrum der Stadt-
planung heran, das zukünftige Stadtplaner/innen erwartet.

Anhand ausgewählter Beispiele und der Diskussion aktueller Herausforderungen von Stadtentwicklung werden die Besonderheiten planerischer Problemstellungen und die daraus resultierenden
methodischen Herausforderungen an Stadtplanung als Disziplin herausgearbeitet.

Architektur- und Baugeschichte, Teil 1: Von den Anfängen bis zur Baukunst des Mittelalters

Datum: 22.10.2018 - 05.02.2019
Termin: Montag, 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Hans-Rudolf Meier, Dr. Daniela Spiegel | Professur Denkmalpflege und Baugeschichte | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

Die Vorlesung bildet den ersten Teil eines zweisemestrigen Zyklus zur Geschichte der Architektur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Die Vorlesung des Wintersemesters beginnt mit allgemeinen Überlegungen zum Sinn und zur Bedeutung der Architekturgeschichte für das Studium der Architektur, setzt dann chronologisch mit den Anfängen der Baukunst ein und bietet einen Überblick von der Antike bis ins Spätmittelalter.

Ziel ist es, einen Kanon an Bauten zu vermitteln, die ArchitektInnen kennen müssen und zugleich einen Einblick in die wichtigsten geschichtlichen Entwicklungen von Konstruktion und formaler Gestaltung sowie der Baugattungen zu geben, aber auch mit den verschiedenen methodischen Ansätzen und Betrachtungsweisen der Architekturgeschichtsforschung und -historiographie bekannt zu machen.

Zur Geschichte der Bauhaus-Universität Weimar

Datum: 15.10.2018 - 28.01.2019
Termin: Montag, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Dozent: Dr. Norbert Korrek | Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

Neben der chronologischen Besprechung der institutionellen Entwicklung zur heutigen Universität sollen vor allem das Selbstverständnis und die Fremdwahrnehmung der einzelnen Schulen und ihrer wichtigsten Vertreter kritisch reflektiert werden.

Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe Bauhaus.Semester stehen die Bedeutung der frühen Institutionen für die spätere Bauhausgründung und die Auseinandersetzungen mit den Ideen und Leist-
ungen des Bauhauses während der jüngeren Entwicklungsphasen. Insgesamt wird die Veranstaltung als Beitrag zur Bauhaus-Rezeption verstanden.

Stadt- und Landschaftsökologie

Datum: 16.10.2018 - 29.01.2019
Termin: Dienstag, 9.15 Uhr bis 10.45 Uhr
Dozent: Jun. Prof. Dr. Sigrid Langner | Professur Landschaftsarchitektur/Landschaftsplanung | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

In der Vorlesung wird ein Verständnis von urbanen Landschaften als komplexes System sozioökologischer Prozesse vermittelt. Zusammenhänge zwischen naturräumlichen Bedingungen und Urbanisierungsprozessen werden aufgezeigt. Diese Kenntnisse sind Voraussetzung, um ökosystemare Zusammenhänge in die Planung und Gestaltung einer nachhaltigen Stadtentwicklung einbinden zu können.

Es werden Grundlagen zum Erkennen ökologischer Zusammenhänge in urbanen Räumen vermittelt (urbaner Wasserhaushalt, urbane Vegetation, Stadtböden, Stadtklima, urbane Biodiversität etc.) und anhand von Beispielen urbane Räume hinsichtlich ihrer naturräumlichen Grundlagen und deren Wechselwirkungen mit menschlichem Handeln „entschichtet“.

Handlungsfehler eines ökosystemaren Entwerfens im urbanen Raum und einer resilienten Stadtentwicklung werden anhand von Beispielprojekten aufgedeckt und diskutiert (z.B. Hochwasserschutz und Siedlungsentwicklung, innerstädtische Brachflächenentwicklung, Klimaanpassungsstrategien im urbanen Raum).

Theorie der Architektur

Datum: 16.10.2018 - 29.01.2019
Termin: Dienstag, 13.30 Uhr bis 15.00 Uhr
Dozent: Jun.-Prof. Ines Weizman | Juniorprofessur Architekturtheorie | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

Diese Vorlesungsreihe beschäftigt sich mit ausgewählten theoretischen und gesellschaftspolitischen Problemstellungen aus der Geschichte und Gegenwart, die die Gestaltung und Konzeption von Architektur veränderte.

Anhand beispielhafter Schnittstellen soll untersucht werden, inwiefern neue philosophische Überlegungen im Zusammenspiel mit politischen, kulturellen und technologischen Transformationen Konflikte und Widersprüche hervorgebracht haben, die einen philosophischen Gedankenaustausch auch in der Architektur notwendig machten und damit auf die Gestaltung und Funktion der Architektur Einfluss nahmen.

Eine Betrachtung eines Werkes der Architektur und seine Einordnung in den Kontext einer Modernisierungsgeschichte erscheint dabei ebenso wichtig wie ein Verständnis der Medien, in denen diese Architektur vermittelt und verändert wird.

Anliegen dieser Vorlesungsreihe ist es, den potentiellen Einflussbereich und die Wirkungsweisen des Berufs zu erkennen, denn Architektur kann zu zeitgenössischen Fragen, Dilemmas und Widersprüchen in unserer Gesellschaft durchaus Positionen beziehen.

Einführung in die Stadt- und Architektursoziologie

Datum: 16.10.2018 - 29.01.2019
Termin: Dienstag, 15.15 bis 16.45 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Frank Eckardt | Professur Sozialwissenschaftliche Stadtforschung | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

Mit dieser Vorlesung sollen aktuelle Fragestellungen der Stadtentwicklung aus Sicht der Stadtsoziologie behandelt werden. Es wird der Wissensstand zu Themen wie Gentrifizierung, Segregation, soziale Ungleichheiten und Stadt, Ortsverbundenheit, Sicherheit und Stadt oder städtische Gewalt behandelt. Hierbei sollen auch neuere theoretische Ansätze einbezogen werden, die sich aus dem Spektrum der kritischen Stadtforschung ergeben. 

Medien - Kommunikation - Gesellschaft

Datum: 18.10.2018 - 04.02.2019
Termin: Donnerstag, 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Jutta Emes | Professur Marketing und Medien | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

Kaum ein Bereich unserer Gesellschaft hat in den letzten Jahren einen solchen Wandel durchlaufen wie der Bereich der Medien und der Kommunikation. Im Rahmen dieser Ringvorlesung werden Vertreter aus der Medien-, Marketing- und Kommunikations-Praxis die Herausforderungen dieses Wandels mit den Studierenden diskutieren. Geplante Themenschwerpunkte sind die Folgen von Digitalisierung und Vernetzung, die Bedeutung der Medien für Gesellschaft und Demokratie, die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Journalismus in der digitalen Zeit, Kommunikation, Mediennutzung und Medienpolitik im Wandel, Streamingmodelle, Social Media und Influencer-Marketing.

Die Praxisfragestellungen werden von den Studierenden aus Sicht der Marketing- und Medienforschung vorbereitet, begleitet und ausgewertet.

Geschichte und Theorie der modernen Architektur

Datum: 11.10.2018 - 31.01.2019
Termin: Donnerstag, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Dozent: Vertr.-Prof. Dr. Eva von Engelberg-Dockal | Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur | Bauhaus-Universität Weimar

Hinweis

Am 15.11.2018 findet die Veranstaltung in der Marienstraße 13C im Hörsaal B statt.

Inhalt

Die Veranstaltung widmet sich der Architekturmoderne. Dies erfolgt in Form eines chronologischen Abrisses vor dem Hintergrund der jeweiligen gesellschaftspolitischen und kulturellen Entwicklungen.

Ein Ziel ist es, das große Spektrum unterschiedlicher Ansätze und Lösungen kennenzulernen, das als Charakteristikum der „Moderne” gelten kann. Zugleich werden verstärkt Aspekte der Architekturtheorie und die Architekturgeschichtsschreibung behandelt. Hierzu zählt das im 19. Jahrhundert etablierte Stilepochensystem, das nach seiner Bedeutung für unser heutiges Verständnis von Architekturgeschichte und „moderner” Architektur zu befragen ist.

Die Vorlesung gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, bei denen im Einzelnen auch über die Epochen hinweg Parallelen gesucht und Entwicklungen verfolgt werden. Eine zentrale übergeordnete Frage der Vorlesung richtet sich auf das Verständnis und die verschiedenen Lesarten von „moderner Architektur”.

Historisches Bauhaus und Bauhaus-Universität Weimar

Datum: 11.10.2018 - 31.01.2019
Termin: Donnerstag, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Max Welch-Guerra | Professur Raumplanung und Raumforschung | Bauhaus-Universität Weimar
Inhalt

 - eine gegenständliche und theoretische Annäherung an die Grundlagen der Gestaltung der Lebenswelt

Den Beitrag des historischen Bauhaus verstehen wir als einen qualitativen Sprung in der Art und Weise, wie seit dem frühen 20. Jahrhundert die Lebenswelt vom Salzstreuer bis zur Stadtlandschaft gestaltet wird. So verstanden wird Gestaltung der Lebenswelt zum Begriff, der die Disziplinen und Berufsfelder aller vier Fakultäten unserer Universität anspricht. Der Beitrag der einzelnen Disziplinen erscheint nicht mehr allein als Ergebnis der Eigenlogik des einzelnen Faches, sondern wird auch als Element einer allgemeineren gesellschaftlichen Entwicklung erschlossen.

Im ersten Schritt wollen wir die in Weimar nachvollziehbare Geschichte jener Gestaltungsreform ergründen: das Ensemble der zwei Bauten van de Veldes, das neogotische Tempelherrenhaus und das Haus am Horn.

In einem zweiten Schritt erkunden wir den Zusammenhang der Produktion von Lebenswelt in unseren Disziplinen mit der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung.

Der abschließende Schritt der Vorlesung fragt nach diesem Zusammenhang in der jeweils eigenen Disziplin hundert Jahre nach der Gründung des Bauhaus.

Bauhaus & Gender: Innen sein - nach draußen gucken

Termin: 12. November 2018
Inhalt

Die Ringvorlesung nimmt verschiedene Relationen zwischen Bauhaus und Gender in den Blick. Quer zu den verschiedenen Disziplinen an der Bauhaus-Universität werden Ansätze vertreten, Bauhaus und Geschlecht verknüpfend, praktisch und theoretisch zu denken. Über zwei Semester hinweg werden in Form von Vorträgen und Workshops sowohl lokale als auch überregionale Initiativen und Projekte von Ingenieur_innen, Gestalter_innen, Medienwissenschaftler_innen und Künstler_innen im Bereich Geschlecht in Kunst und Wissenschaft zur Diskussion eingeladen.

Innen und außen heißt dabei, unsere eigenen Perspektiven zu reflektieren, historisch und aktuell: Wie wird Gender in Wissenschaft und Kunst diskutiert, welche Bedeutung hat Geschlechterforschung heute, welche Diskussionsfelder eröffnet sie? Verbunden mit dem Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 ist es ein besonderes Anliegen sowohl voraus- als auch zurückzublicken und zu diskutieren, welche gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen es am frühen Bauhaus gab, wie Frauen am Bauhaus eingebunden oder exkludiert wurden und welche Auswirkungen die Auflösung von Kunst und Handwerk auf die Geschlechterrollen am Bauhaus hatte. Und wie ist es heute – wie haben sich die Geschlechterverhältnisse und -rollen im Wissenschaftssystem und in der Kunst entwickelt? Welche Perspektiven und Schlussfolgerungen ergeben sich für die Zukunft? Wie geht das Wissenschaftssystem mit Geschlecht und Geschlechtervielfalt um? Welche Zukunftskonzepte entwickelt die Bauhaus-Universität Weimar?

Die Auftaktveranstaltung findet am Montag, 12. November 2018, 16.30-18.30 Uhr in der IKKM-Lounge, Universitätsbibliothek Weimar statt.

Vorträge/Führungen

Orientalismus in Mitteldeutschland: Der Fall des Grafen von Gleichen

Termin: 24.10.2018, 15.00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Jamal Malik | Professor für Islamwissenschaft | Philosophische Fakultät | Universität Erfurt

Kosten: 7,00 € Eintrittsgebühr – zu entrichten an der Kasse vor dem Raum 001.
Für Inhaber des KOLLEG 50plus-Ausweises ist diese Veranstaltung kostenfrei.

Inhalt

Der Vortrag befasst sich mit den komplexen Entwicklungen kultureller Selbst- und Fremdwahrnehmung. Projektionsprozesse auf kulturellen Anderen stehen dabei im Vordergrund. Als Beispiel dient eine Legende aus dem Thüringer Raum: die Sage vom Grafen von Gleichen und seiner zwei Frauen. Darin trifft Orientalismus auf einen Kontext christlich geprägter Vorstellungen; Projektionen eigenen Fantasien (in diesem Beispiel Bigamie und Ehevorstellung) auf eine andere fremde Kultur. In der verflochtenen und vielseitigen Geschichte des Kulturkontaktes zwischen Orient und Okzident werden Ursachen und Gründe der interkulturellen und -religiösen Begegnung und ihrer unterschiedlichen Verarbeitung vorgestellt.

Paulus im Judentum seiner Zeit

Termin: 14.11.2018, 15.00 Uhr
Dozent: Prof. Dr. Karl-Wilhelm Niebuhr | Professor für Neues Testament | Theologische Fakultät | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Kosten: 7,00 € Eintrittsgebühr – zu entrichten vor Ort.
Für Inhaber des KOLLEG 50plus-Ausweises ist diese Veranstaltung kostenfrei.

Inhalt

Hätte man den Apostel Paulus nach seiner Religion gefragt, hätte er bestimmt nicht geantwortet: Ich bin Christ. Wahrscheinlich hätte er die Frage gar nicht verstanden, denn zu seiner Zeit konnte man noch nicht verschiedene Religionen miteinander vergleichen und sich dann die passende aussuchen. Würde man näher hinsehen, wie Paulus sich religiös verhalten hat, was er an religiösen Praktiken verrichtet oder unterlassen hat, dann würden seine Zeitgenossen ihn vermutlich für einen Juden gehalten haben. Sicher hat er kein Schweinefleisch gegessen und vermutlich am Sabbat nicht gearbeitet. Dass er beschnitten war, konnte man normalerweise nicht sehen, aber er sagt es selbst in einem seiner Briefe.

Und was hat Paulus geglaubt? Dass es nur einen einzigen Gott gibt, der die Welt geschaffen hat und dass Jesus Christus, Gottes Sohn, am Kreuz gestorben und von den Toten auferweckt worden ist. Ist das auch noch jüdisch? Paulus hätte wahrscheinlich auch diese Frage nicht verstanden, aber wir können sie stellen und werden versuchen, sie mit einem Blick in die Welt des antiken Judentums zur Zeit des Paulus zu beantworten.

Das Archiv der Moderne öffnet seine Depots

Termin: 05.12.2018, 15.00 Uhr
Dozent: Dr. Christiane Wolf | Archivleiterin Bauhaus-Universität, Weimar

Kosten: 7,00 € Eintrittsgebühr – zu entrichten an der Kasse vor dem Raum 001.
Für Inhaber des KOLLEG 50plus-Ausweises ist diese Veranstaltung kostenfrei.

Inhalt

Das Archiv der Moderne ist eine zentrale Einrichtung der Bauhaus-Universität Weimar. Unter ihm sind das Universitätsarchiv sowie die Sammlungen für Architektur, Kunst, Ingenieurbau und Design
zusammengefasst.

Der Blick hinter die Kulissen gibt einen Eindruck, wie ein Archiv im Zeitalter der modernen Medien heute arbeitet. Danach führt ein Spaziergang über einzelne Depots. Den Startpunkt bildet das Depot für Plastik und Skulptur mit dem Bestand des Bildhauers Richard Engelmann. Im Depot für Design wird Ihnen Einblick in die Produktion des Instituts für Innengestaltung gegeben und am Standort Sammlungen liegen Objekte aus der Bauhaus-Ära für Sie bereit.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, deshalb bitten wir um telefonische Anmeldung unter
03643 – 584239.

Ist Musik ein immaterielles Kulturerbe?

Termin: 09.01.2019, 15.00 Uhr
Dozent: Prof. Tiago de Oliveira Pinto | Direktor des Instituts für Musikwissenschaft | Hochschule für Musik Franz Liszt, Weimar

Kosten: 7,00 € Eintrittsgebühr – zu entrichten an der Kasse vor dem Raum 001.
Für Inhaber des KOLLEG 50plus-Ausweises ist diese Veranstaltung kostenfrei.

Inhalt

Deutschland ist 2013 der Konvention zum Schutz und zum Erhalt des Immateriellen Kulturerbes beigetreten, das bereits 2003 von der UNESCO ratifiziert worden war. Diese neue Konvention zum kulturellen Erbe war eine lang beanstandete Erweiterung des Verständnisses von Kulturerbe, wie sie in der Kulturerbe-Konvention der UNESCO von 1972 festgeschrieben ist: hier geht es ausschließlich um erbaute und materielle Kulturgüter. Lebendiges, d.h. u.a. mündlich überlieferte Traditionen wie Wissen um handwerkliche Tätigkeiten und der Natur, die darstellenden Künste wie Theater, Tanz und Musik waren in der Konvention von 1972 nicht berücksichtigt worden.

Der Vortrag möchte der Frage um Kulturerbe insbesondere aus der Warte der Musik und der darstellenden Künste nachgehen. Immaterielles Kulturerbe wird dann mit Beispielen aus Deutschland in Bild- und Klangbeispielen belegt.

Frauenpersönlichkeiten am Bauhaus und ihr Beitrag zur Moderne.

Termin: 06.02.2019, 15.00 Uhr
Dozent: Dr. Ulrike Müller | Kulturwissenschaftlerin und Buchautorin, Weimar

Kosten: 7,00 € Eintrittsgebühr – zu entrichten an der Kasse vor dem Raum 001.
Für Inhaber des KOLLEG 50plus-Ausweises ist diese Veranstaltung kostenfrei.

Inhalt

„Wir saßen einfach da und haben probiert“ (Anni Albers)

Bauhaus-Frauen haben für die Entwicklung der Moderne in Kunst und Design bedeutende Beiträge geleistet, doch lange Jahre standen die großen Meister der Schule im Mittelpunkt des historischen Interesses.

Das 100jährige Gründungsjubiläum in Weimar mit vielen Ausstellungen, Feiern und Kunstprojekten auf der ganzen Welt bietet den Anlass dafür, neben inzwischen bekannteren Bauhauskünstlerinnen wie Gunta Stölzl, Marianne Brandt oder Lucia Moholy auch zu Unrecht vergessene wie Ilse Fehling, Lou Scheper oder Otti Berger ins öffentliche Gedächtnis zurückzuholen. Ihr ungeheuer vielseitiges schöpferisches Potenzial und ihre zähen Lebenskämpfe, ihr Erfolge, ihre Zurücksetzung als Künstlerinnen und ihr gesammelter weiblicher Eigen=Sinn haben bis heute nichts an Aktualität und Faszination verloren.

Bauhaus, Moderne und Technikpathos. Eine Liaison mit der industriellen Moderne.

Termin: 27.02.2019, 15.00 Uhr
Dozent: Uwe Ramlow, M.A. | Kulturwissenschaftler, Weimar

Kosten: 7,00 € Eintrittsgebühr – zu entrichten vor Ort.
Für Inhaber des KOLLEG 50plus-Ausweises ist diese Veranstaltung kostenfrei.


Inhalt

„Kunst und Technik. Eine neue Einheit“. So lautete das enthusiastische Credo des Bauhauses 1923. Mit jenem Motto befand sich die Kunstschule auf der Höhe der europäischen Moderne, die sich in ihrer Sprache und ihren Gestaltungsentwürfen zunehmend den Idealen der Modernisierung der Gesellschaft näherte. Le Corbusier entwickelte Ideen zu einer neuen Architektur „entworfen und durchkonstruiert wie ein Omnibus oder wie eine Schiffskabine“. Grete Schütte-Lihotzky schrieb für das „Neue Frankfurt“ mit dem Prototypen einer neuen Küche Geschichte, die sich an Leitbildern rationeller Arbeitsorganisation orientierte. Walter Gropius setzte seine Hoffnungen auf die Typisierung und industrielle Serienfertigung in der Architektur „wie im heutigen Maschinenbau.“ Die der industriellen Moderne entnommenen Bilder und Metaphern transportierten einen euphorisch gestimmten und ungebrochenen Fortschrittsoptimismus, verbunden mit der Vision von einer besseren Gesellschaft.

Der Vortrag führt ein in die Wirkungskraft jener auf Effizienz und Zweckorientierung ausgerichteten Programme für die ästhetische Praxis am Bauhaus wie in der europäischen Moderne bis 1933.

Anmeldung | Entgelt

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen des KOLLEG 50plus stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

GESAMTPAKET                                55,00 EURO

EINZELNE VORTRÄGE                       7,00 EURO